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Weißrussland
März 2010
Im Jahre 2010 bereiste ich zum ersten Mal Weißrussland.
Der Anlass war eine Information, die ein lettischer Lepraarzt im Jahre 2003 an mich weiter leitete.
„Eine weißrussische Ärztin bat mich vor einigen Jahren um Medikamente für ihre Leprakranken.“
Den Namen der Ärztin und die Lokalisation der Kranken wusste er schon nicht.
So habe ich mir vorgenommen, mich in dieses Land zu begeben.
Aus ganz konkreten Gründen, die für mich absolute Priorität besaßen, war es mir nicht möglich,
eher dorthin zu fliegen. Versorgung des Leprosoriums Krantau in Karakalpakstan, Besuch des Leprosoriums Kutschurgan in
der Ukraine, des Leprosoriums Umbaki in Aserbaidschan und auch anderer Leprazentren war zunächst wichtiger.
Bei der Begegnung mit den Medizinern ist es mir klar geworden, dass die Lepra eine dort unbekannte Krankheit ist.
Die Ärzte interessierten sich vorerst für die Tuberkulose und Tschernobyl-Spätfolgen. Sie baten mich,
ein Audiometer zur Diagnostik der Taubheit bei Säuglingen zu kaufen. Hörstörungen der Säuglinge,
als Folgen der Tschernobyl-Atomwerkkatastrophe, kommen in diesen Gebieten relativ häufig vor.
So kaufte ich ein Audiometer von Spenden der Dinslakener Bürger zur Diagnostik der Hörstörungen, um
bei den betroffenen Kinder sofort eine chirurgische Therapie durchzuführen und sie vor lebenslanger Taubheit
zu bewahren.
Das Gerät ist für die Klinik so wertvoll, dass eine feierliche Übergabe, in Anwesenheit aller Ärzte der
Poliklinik in Grodno, stattfand.
Die Dokumentation der Feier, in Form von Bildern, wurde uns nach Dinslaken zugeschickt mit einer Danksagung des
Chefarztes der Klinik an die Gemeinde der St. Jakobus Kirche, bei der die Tuberkulosehilfe unserer Stadt angesiedelt ist.
Mai 2011
Mitte Mai 2011 fand in Grodno ein Diözesan-Symposium der Mediziner statt.
Aus diesem Anlass wurde ich dorthin eingeladen.
Schwerpunkt der Reise war der Besuch der Tuberkulose-Klinik in Grodno.
Eine Hilfsaktion für die TB-Kranken wurde besprochen und für das nächste Jahr vorgesehen.
Vorerst gelang es, ein Bioptron zur Lichttherapie und weitere Geräte zu berschaffen.
Da in den benachbarten Ländern weiterhin die Lepra vorkommt, vereinbarte ich mit dem
Direktor der Poliklinik, ein Lepra-Symposium für das Jahr 2012 vorzubereiten.
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