Bekämpfung der Lepra
Die Bekämpfung der Lepra, einer Seuche, die seit dem Anfang der menschlichen Existenz eine grausame
Bedrohung darstellt, ist nicht zu vergleichen mit der Bekämpfung der übrigen Infektionskrankheiten.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab 1982 bekannt, dass die Lepra zu einer heilbaren Krankheit geworden ist.
Ein Ereignis, das mit Staunen und großer Erleichterung von den Menschen in der Welt aufgenommen wurde.
Der über Jahrtausende bestehender Weg der Bekämpfung der Lepra lässt sich in vier Phasen einteilen.
- Harte Isolation
- Medikamentöse Behandlung der Vor-Sulfon-Ära
- Die Sulfon-Ära
- Die MDT-Ära
Aktuell wird die Lepra mit einer Kombinationstherapie nach dem Schema der WHO behandelt – mit der MDT
(Multi-Drug-Therapie).
Es ist die einzige sichere Methode zur Bekämpfung der Lepra.
Mit dieser Methode wurden in den letzten 20 Jahren 14 Millionen Leprakranke geheilt. Die Prävalenzrate
der Lepra ist um 90% gesunken.
Seit dem Jahre 2000 werden die MDT-Tabletten in Blister gepresst um eine Resistenz zu verhindern.
Leprahilfsorganisationen
Um den Leprakranken in aller Welt eine organisierte Hilfe zu geben, entstand im Jahre 1957 das Deutsche
Aussätzigen Hilfswerk (DAHW).
In anderen Ländern bildeten sich ähnliche Hilfswerke.
Im Jahre 1966 schlossen sich die in Europa bestehenden Leprahilfswerke zu der Arbeitsgemeinschaft Europäischer
Leprahilfswerke (ELEP) zusammen. Infolge der Aufnahme von Hilfswerken außerhalb Europas kam es 1975 zur Umbenennung in
Internationale Vereinigung der Leprahilfswerke (ILEP).
Somit ist die ILEP Dachorganisation der Weltweiten Leprahilfe. Sie vereint aktuell 14 internationale Leprahilfswerke.
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