Lepra- u. Tuberkulosehilfe Dinslaken  
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Aktuelles

Dezember 2011 – Dinslaken

Weihnachtsaktion

Wir sammeln Sachspenden:  Süßigkeiten, Kakaopulver, Tee, Kaffee

für eine Tuberkuloseklinik und ein Waisenhaus in Weißrusssland.

Diese Aktion soll etwa 500 Menschen zugute kommen.

Machen Sie bitte mit!

 

 

November 2011 – Mumbay, Indien

Vimala Dermatological Centre Kleiderkammer

In dem 80-Betten Krankenhaus für Leprakranke, "Vimala Dermatological Centre", wohnte ich fast einen Monat. Es war für mich eine arbeitsintensive Zeit: Sprechstunde für ambulante Patienten, laufende Kontrolluntersuchungen der stationär Betreuten, Rekonstruktionsoperationen deformierter Hände und Füße.
PhysiotherapieTäglich konnte ich die Patienten beobachten bei den physiotherapeutischen Behandlungen ihrer steifen, gelähmten Finger, um sie danach wieder bewegen zu können. Außerdem sah ich mehrere weinende Patienten, die unter starken Schmerzen aufgrund von Leprareaktionen litten. Der Körper dieser Patienten war mit Flecken und Geschwüren übersät. Vom Leid dieser Menschen war ich aufs tiefste berührt. Besonders bedrückte es mich, dass ich – abgesehen von schmerzlindernden Medikamenten – diesen Menschen nicht helfen konnte.

Die Betreuung der Patienten und Organisation der Arbeit liegt in Händen der italienischen Missionsschwestern des Ordens: Congregation of the Immaculate.

Finanziell wird das Krankenhaus unter anderen auch von der Deutschen Lepra und Tuberkulosehilfe mit Sitz in Würzburg unterstützt.

 

Bombay Leprosy Project

Bombay Leprosy Project   Armenviertel

Attyla’s Idee: Sonne gegen Osteoporose, Konversation in Englischer Sprache, alles das eingebettet in einem Lepra-Krankenhaus, dem Vimala dermatological Hospital, mit der Möglichkeit auch im Bombay Leprosy Project zu arbeiten, schien für mich eine perfekte Lösung zu sein.

Am 06.11. 20011 in Begleitung von Atti u. Ewa bin ich zum Düsseldorfer Flughafen gefahren. Wir geniesen die letzten Stunden – ein gemeinsames Frühstick. um 11:35 startete mein Flieger nach Istambul. Von dort mit üblicher Wartezeit ging es weiter nach Bombay. Eine schöne Dame im ziegelroten Saree wartete auf mich im Flughafen. Schweigend kam sie an mich ganz nahe heran, dann flüsterte sie leise: Romana? ich nickte mit dem Kopf. Sie packte mich an der hand und führte zum Auto. Unterwegs stellte sie sich vor: Sister Cäcilia vom Vimala Hospital. 20 Min. sind wir unterwegs. Ich erkenne das gelände von Vimala. Hier war ich mit Attyla vor 21 jahren… Gleich das erste Zimmer im Gästetrakt wurde mir eingeteilt. Ein Zimmer mit drei betten, Ein großer stabiler, stark nach Desinfektionsmitteln riechender Schrank. In der Ecke ein Tisch, an welchen ich alle meine Habseeligkeiten, wie Medikamente, ein Berg von Papiertaschentüchern ect. ausgebreitet habe, um die Übersicht nicht zu verlieren. Den Rest der Sachen ließ ich im Koffer. Eins von den betten hatte ein Moskitonetz, leider das beim Schrank. Vielleicht ist im schrank noch ein Kopfkissen, dachte ich. Ganz vorsichtig öffnete ich den schrank. Der Gestank der desinfektionsmittelvom Schrank, beim öffnen mit hundertfacher Verstärkung hat mich fast umgeworfen. meine Zimmerventilation – zwei große Propeller unter der Decke machten es mir möglich mich noch im Zimmer für einige Minuten aufzuhalten. schwester Bertilla, die Oberin war schon in der kapelle, so eilte ich auch dorthin. nach dem Gottesdienst sagte mir schwester Bertilla: Tomorrow we have our holy Mass in Pari. Ist wohl nicht möglich, dachte ich. Erst heute bin ich hier aus deutschland angereist und morgen früh sollen wir schon in Pasis sein? Ein Wahnsinn, dachte ich. ganz vorsichtig fragte ich: bur it is very far. No, it isn`t. Do we have a non Stopp flight? Flight – answered she with amacement, - our parish church is two streets farer! Vorerst war ich beruhigt, es war nur die Pfarrkirche, nicht Paris.

Nächsten Tag morgens hielt der kleine Minibus vor dem Eingang zu meinem Zimmer. Es war 6:15, die schwestern waren schon drin. ich sprang hoch in den wage herein. Es war gar nicht so einfach, da die Stufe recht hoch war. In ca 4 Minuten waren wir schon vor der Kirche. Ein großer Altarraum, dann sehr breiter Platz und erst weiter hinten Bänke für die menschen. der Altar sehr hoch in der Nitte eine Mutter Gottes Statue, alles glänzte wie Gold. Die gebete der Priester während der messe habe ich kaum verstanden. Die menschen hinten in der Kirche sangen so laut, dass es alles übertönnte. Da gab es auch unter den Kirchengängern „Solosänger“. Sie haben kaum gesungen, sie haben geschriehen! Von einem normalen Gebet war kaum die Rede.

Der kleine Minibus brachte uns zurückin das Vimala Hospital. Das Frühstück, wie auch Mittag u. Abendessen hatten wir gemeinsam im Convent.

 

 

September 2011 – Dinslaken

31. Lepramarsch

Zum 31.Mal machten sich die Dinslakener, so Kinder, wie auch Erwachsene, auf den Weg, um über die Lepra Bürger der Stadt zu informieren. Handzettel mit Infos verteilten die Kinder sehr eifrig.
Das Thema in diesem Jahr lautete: „Wir helfen Leprakranken in Kasachstan“.
Das war der Grund, weswegen die Geschäftsführerin der Deutsch-Kasachischen Gesellschaft aus Berlin mit ihrer Assistentin zu uns anreiste.
Mit vielen Transparenten wanderten wir  in der Stadtmitte herum, um die Aufmerksamkeit der Passanten auf uns zu ziehen. Um die Bedeutung der Leprahilfe zu betonen, haben der Bürgermeister, Dr. M. Heidinger und der Vize-Bürgermeister, Herr Thomas Gross, das Transparent „Stoppt Lepra“ in der Fußgängerzone getragen.
Pastor van Doornik belohnte alle Kinder nach dem Lepramarsch mit Eis. Anschließend gab es im Johannahaus köstliche kasachische Spezialitäten, während unsere Gäste aus Berlin über Kasachstan referierten. Auch die Frage: “Was haben wir bisher von Dinslaken aus für Leprakranke in Kasachstan getan“ wurde mit einer Computer-Präsentation belegt.

Alle Beteiligten des Lepramarsches hatten viel Spaß und Freude!

Untersuchung  Untersuchung

 

September 2011 – Russland

Es war für mich eine außergewöhnliche Reise!
Sie führte nach Astrakhan, in die südlichste Stadt Russlands,  in das Delta des größten europäischen Flusses, der Wolga. Mitten in dieser Großstadt wagte man, das einzige  Leprazentrum der ehemaligen Sowjetunion zu gründen, samt einem Lepraforschungs-Institut, einer Lepraklinik und Lepraambulanz.

Dieses Leprazentrum war mir gut bekannt! Seit einigen Jahren bin ich hier recht oft zu Gast, sogar ein Ehrenmitglied des Instituts. Außergewöhnlich für mich war die Tatsache, dass ich hierher nicht alleine ankam. Zwei Dinslakener waren dabei, sogar der Pastor unserer Kirchengemeinde, Theo van Doornick, der erste Priester aus Dinslaken, der sich nicht gescheut hat, Leprakranke zu besuchen und sie zu berühren. Die Anwesenheit des DAHW-Geschäftsführers, Herrn Burkard Kömm aus Würzburg, bestätigte, dass auch die Deutsche Lepra- u. Tuberkulosehilfe e.V., deren Mitglied ich seit Jahren bin, mir in Lepra-Angelegenheiten den Rücken stärkt.

Die Internationale Leprakonferenz in Astrakhan mit 35 Teilnehmern aus 10 Ländern gab uns erneut zum Ausdruck, dass der Kampf mit der Lepra nur international, Hand in Hand, gelingen wird. Für mich ist es immer wieder erstaunlich, dass die Lepraärzte, die aus zerstrittenen, ja sogar gegenseitig verhassten Ländern ankamen,  in Astrakhan freudevoll sich umarmten, sich gegenseitig Hilfe leisteten und Freundschaften miteinander pflegen.

Ärzte und Pfleger

Auch die Freude der Leprakranken war sichtbar. Schließlich standen sie im Mittelpunkt der Konferenz.
Von Dinslaken aus wurden sie nach unseren Möglichkeiten versorgt.

Untersuchung     Untersuchung

Meine persönliche Sorge im Bezug auf die Lepraarbeit ist die Suche nach neuen Leprafällen. Jeder Einzelne muss so schnell wie möglich gefunden werden um:

  • Die Kette der Infektion zu unterbrechen
  • Die Behandlung zu starten, bevor die Spätfolgen der Lepra den Körper zerstören

August 2011 – Ukraine

Zwei Objekte in Bobrowka müssen dringend renoviert werden:

  • der Rehabilitationstrakt, für welchen wir in den vergangenen Jahren fast die gesamte Ausstattung angeschafft haben
  • das Gebäude, an welchem die Solaranlage befestigt ist
Die Finanzierung des benötigten Baumaterials übernimmt Dinslaken.
Die Arbeiten selbst werden im laufe des Jahres unentgeltlich für Bobrowka, mit Hilfe der EU ausgeführt.

Juli 2011 – Turkmenistan

In Ashgabat, Turkmenistan, fand vom 21. – 23. Juli 2011 die „Internationale Gesundheitskonferenz“ ( International Conference of Health) statt.
Zu dieser Konferenz wurde ich von der Leiterin der dortigen WHO-Zweigstelle, Frau Dr. Bahtygul Karriyeva, eingeladen. Ihrer Einladung entsprechend stellte ich das Thema vor:
„Lepra - aktuelle Problematik weltweit. Klinik, Therapie, Rehabilitation“
„Lepra in Turkmenistan“

Im Anschluss an meine Ausführungen wurden die konkreten Möglichkeiten zur Bekämpfung der Lepra mit Dermatologen der dortigen Kliniken, mit Vertretern des Gesundheitsministeriums und der WHO analysiert.

Die Aufklärung und Schulung der Ärzte im Hinblick auf das Erkennen der vorhandenen, aber noch nicht gefundenen Leprakranken ist von größter Bedeutung zur Verhinderung der Leprainfektion.

Übrigens war dies nach 13 Jahren mein zweiter Aufenthalt in Turkmenistan.

zwischen turkmenischen Ärzten

 

 

Juni 2011 – Kasachstan

Vom 2. bis 3.Juni 2011 fand in Astana, der neuen Hauptstadt Kasachstans, der II. Eurasische Dermatologen-Kongress statt. Im Rahmen dieser internationalen Veranstaltung, laut Vereinbarungen mit Frau Prof. Batpenova, der Leiterin der kasachischen Dermatologen, wurde mir gestattet, eine ausführliche Präsentation der aktuellen Situation der Lepra, samt der Klinik, Diagnostik, Therapie und Forschung, gemeinsam mit dem Direktor des Lepra-Forschungs-Instituts Astrakhan, Russland, vorzustellen.
Es war eine intensive Lepraschulung  für Ärzte.
Nur ein geschulter Arzt ist in der Lage neue Leprafälle zu finden.
Die Schulung war von großer  Bedeutung, da aktuell die Zahl der vorhandenen, schon ausgeheilten Patienten abnimmt. Andererseits hat die Zahl der vorhandenen, aber noch nicht entdeckten Leprakranken weltweit eine ansteigende Tendenz. Eben diese Patienten sind eine Quelle der Infektion!

Kongress   Vortrag

 

Mai 2011 – Weißrussland

Nahrungsmittelmixer für komatöse PatientenMitte Mai fand in Grodno ein Diözesan-Symposium der Mediziner statt.
Aus diesem Anlass wurde ich dorthin eingeladen.
Schwerpunkt der Reise war der Besuch der Tuberkulose-Klinik in Grodno.
Eine Hilfsaktion für die TB-Kranken wurde besprochen und für das nächste Jahr vorgesehen.
Vorerst gelang es, ein Bioptron zur Lichttherapie und weitere Geräte zu berschaffen.

Da in den benachbarten Ländern weiterhin die Lepra vorkommt, vereinbarte ich mit dem Direktor der Poliklinik, ein Lepra-Symposium für das Jahr 2012 vorzubereiten.

 

 

 

 

 

August 2010 - Georgien

mit Fr. Prof. Tina Kituashvili Gemeinsam mit der Chefärztin des Instituts für Dermatologie in Tibilissi, Frau Prof. Tina Kituashvili, habe ich die Problematik der Lepraarbeit in Georgien besprochen.

Die Fortsetzung dieser Gespräche fand im Nationalen Zentrum zur Seuchenkontrolle statt. Der Vizedirektor des Zentrums, Herr Shota Tsanava, informierte aus seiner Sicht über die Seuchenproblematik. Wir haben uns zu dtritt entschlossen, vorerst Lepraschulungen für Dermatologen des Landes zu organisieren und anschließend die Leprakontaktpersonen ausfindig zu machen.

 

mit Fr. Prof. Tina Kituashvili und Herrn Shota Tsanava

 

 

   
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