Lepra-Tuberkulosehilfe Dinslaken

Lepra-Tuberkulosehilfe Dinslaken

Die Resistenz der Tuberkulosebakterien gegenüber den Antituberkulotika ist weltweit ein immer ernster werdendes Problem.

Resistenzen entstehen bei:

  • Unregelmäßiger oder intermittierender Tabletteneinnahme
  • Fehlender Aufklärung der Patienten
  • Unzureichender Überwachung der Tabletteneinnahme
  • Nicht gleichzeitiger Tabletteneinnahme
  • Einnahme von nur z. B. einem Medikament, statt aller Medikamente laut verordnetem Therapie-Schema

Tuberkulosekranke, bei denen Resistenz gegenüber einem oder mehreren Medikamenten vorliegt, können nicht mit der üblichen Standard-Therapie behandelt werden.
Bei diesen Patienten muss man auf Medikamente der s.g. zweiten Wahl zurückgreifen, wie Amikacin, Fluorochinolone, Terizidon, die leider stärkere Nebenwirkungen aufweisen und sehr viel teurer sind.
Der Therapieerfolg ist deutlich geringer.

Die Häufigkeit der multiplen drug resistance (MDR) hat in den letzten Jahren weltweit zugenommen. So ist die routinemäßige Testung der Resistenz dringend erforderlich.

Laut des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK), gibt es im Jahre 2002 ca. 2 % von MDR in Deutschland.
Tuberkulosekranke, die aus Russland bzw. aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion stammen, weisen einen Prozentsatz von ca. 20 % an MDR - Patienten auf.
Die Ursache dafür ist die sich epidemisch ausbreitende Tuberkulose in den russischen Gefängnissen.

(Symposium"Aktuelle Infektiologie",Wiesbaden, 6.-10.4.2002), in MMW Fortschr.Med. Nr40/2002)