Die Tuberkulose wird durch das Mycobacterium tuberkulosis hervorgerufen, das 1882 der deutsche Bakteriologe Robert Koch (1841-1912) entdeckte.

In seltenen Fällen kann es zu einer Tuberkuloseinfektion durch andere Mycobakterien kommen, z.B. durch das Mycobacterium bovis oder das Mycobacterium africanum.

Die Nachweisbarkeit durch entsprechende Färbung verdanken wir dem Breslauer Dermatologen Albert Neisser (1855-1916)

Das M. tuberculosis ist grammpositiv und säurefest, gegen Austrocknung und Wärme widerstandsfähig. Im mikroskopischen Bild erscheint es als ein Stäbchen von 2 µm - 4 µm Länge und weist große Ähnlichkeiten zu dem M. leprae auf.

Das Material für die mikroskopische Untersuchung des Erregers wird von Körperflüssigkeiten und Gewebebiopsien nach Fluorochromfärbung oder Ziehl-Neelsen Färbung gewonnen. Der Nachweis von Tuberkulosebakterien gelingt erst bei Keimzahlen von 10`-10`pro ml Sputum. Bei negativem Ergebnis ist die Tuberkulose nicht ausgeschlossen.

Die mikroskopische Untersuchung ist ein routinemäßiger, unverzichtbarer Bestandteil der Tuberkulosediagnostik.

(Braveny,I, Maschmeyer,G.Tuberkulose in Infektionskrankheiten,2002)

Für die Nachweisbarkeit des Erregers ist die Kultur auch unverzichtbar. Flüssigkulturen verkürzen den Zeitraum der Untersuchung.