Leprazentrum – „Kasleprosorium“ in Ksyl Orda, am Aralsee

Der Welt-Lepra-Tag wurde am 31. Januar als „Tag der Hilfe für Leprakranke“ feierlich begangen.

Teilnehmer waren Mediziner, die von allen 17 kasachischen Lepra-Ambulatorien angereist waren. Auch Lepraärzte aus anderen Ländern waren präsent. Die Organisation lag in den Händen des medizinischen Personals des Lepra-Krankenhauses, „Kasleprosorium“. Zusätzlich waren im Saal viele junge Hautärzte, die sehr aufmerksam die ganztägigen Vorträge verfolgten.

Untersuchung
Untersuchung

Die stationären Patienten im Leprosorium besuchten wir am nächsten Tag. Sie warteten schon auf uns. Sie bemühten sich auf Stühlen zu sitzen, obwohl es einigen von ihnen sehr schwer fiel. Sie trugen die feinste Kleidung, die sie besaßen, mit einer Art von Turbanen auf dem Kopf. Einige von ihnen riefen mir zu: „Romana, erkennst du mich, und mich auch?“ Sie umarmten mich freudig. Das waren für mich bewegende Stunden! Wir hatten noch Zeit um miteinander zu erzählen und uns zu erinnern an unsere ersten Begegnungen in den 90-ger Jahren.

 

Astana

In Astana, der neuen Hauptstadt Kasachstans, wurde für mich eine Begegnung mit jungen Ärzten an der Dermatologischen Fakultät der Akmola-Universität organisiert.
Der Sinn dieser Vorträge ist die Weitergabe des Wissens über die Klinik und Therapie der Lepra, um den noch nicht entdeckten Leprakranken die Möglichkeit zu geben, diagnostiziert zu werden. Die schnellstmöglich eingeleitete Behandlung würde sie schützten vor Verstümmelung, Verkrüppelung und Blindheit.